Schüler des Gymnasiums an der Schmiedestraße stellt einen Bezug zur Ausstellung "Black & White. Von Dürer bis Eliasson" "Monochrom – das Wenige entdecken, das Große verstehen" her.

Black and White Flyer.

 

Die fünften Klassen des (neuen) Gymnasium Schmiedestraße haben sich in einem fächerübergreifenden Projekt aus den Fachgruppen Philosophie, Religion, Kunst und Musik mit der Ausstellung "Black & White" auseinandergesetzt.


Louis Léopolds Boillys Werk "Mädchen am Fenster" bietet zahlreiche Hinweise auf die Beobachtung der Umwelt. Im Rahmen der Praktischen Philosophie entwickelten Schülerinnen und Schüler eine digitale Interpretation des Werks "Mädchen am Fenster". Im Fach Musik haben die Schülerinnen und Schüler in Bezug zu diesem Bild eigene adäquate Kompositionen erarbeitet und treten zur Eröffnung auch "live" auf.


Im Kunstunterricht haben wir uns mit der traditionellen Schwarz-Weiß-Malerei von Célestin Joseph Blanc "Porträt eines jungen Mädchens" in Bezug zur Schwarz -Weiß-Fotografie des Pioniers der Pflanzenfotografie Karl Blossfeldt auseinandergesetzt. Die Schülerinnen und Schüler haben eigene Naturfotografien im nahe gelegenen Volkspark festgehalten und diese in eigene Schwarz-Weiß-Malereien auf Holz umgesetzt. Diese fotografischen Naturbeobachtungen wurden im Fach Religion vorbereitend, unter verschiedenen Aspekten besprochen und untersucht: "Was verrät die Tat über den Täter? Wenn ein Kommissar ein Verbrechen aufklären will, untersucht er die Tat und sichert Spuren, die der Täter hinterlassen hat um ihn zu ermitteln. Wenn 'Er' der Täter ist, der alles, was uns umgibt gemacht hat, könnte dann eine Erforschung der Welt die Fragen nach Gott beantworten helfen, oder stoßen wir bei deren Betrachtung immer nur auf die Spiegelbilder unserer eigenen Seelenzustände?" Die Ermittlungen der Schülerinnen und Schüler werden in Interview-Form als Audiodateien festgehalten und ausgestellt.

Ein weiterer Philosophie-Kurs hat sich ausgehend von der Untersuchung, was wir für Natur und natürlich halten, mit die der Fotografie "Die große Welle" von Gustave Le Gray angesehen und überrascht festgestellt, dass es sowohl große Übereinstimmungen, als auch Unterschiede zu unserer ursprünglichen Naturvorstellung gab. Besonders interessant war die Feststellung der Schülerinnen und Schüler, "dass das Bild nicht so natürlich aussähe, wenn es ein Farbfoto wäre".

Der Kurs hat sich dann mit japanischen Gärten, Suiseki und Bonsai auseinandergesetzt. Es wurde eine Exkursion in den japanischen Garten im Nordpark unternommen und mit Smartphones (in schwarz-weiß) fotografiert. Wir haben hierbei untersucht, ob wir die künstlich angelegte Natur noch natürlicher aussehen lassen können. Wir haben uns im Philosophiekurs auch mit der Frage auseinandergesetzt, was wir wirklich wissen können und ob das, was wir sehen, wirklich die Wirklichkeit ist. Dazu haben die Schülerinnen und Schüler Platons Höhlengleichnis gelesen und festgestellt, dass das Auge einen oft täuscht und dass der Weg zur Wahrheit hart und schmerzhaft sein kann.

Interessanterweise ist ein Schritt des Befreiten auf dem Weg zur reinen Idee der Dinge, dass er die Gegenstände nachts, also ohne die Farben des Sonnenlichts sehen kann. Wir haben Platons Höhlengleichnis szenisch in kleinen Dioramen nachgestellt, die den Weg zur Erkenntnis zeigen. Es handelt sich um ca. ein Dutzend Schuhkartons mit erläuternden Texten.

Der Flyer der Veranstaltung zum Download.

Text: Gymnasium Schmiedestraße